
Verkauf der Siedlung Ludwigsfeld in München
Sieg des Kommerzes (Maximalgewinn) über die Verantwortung
Am Ende des Zweiten Weltkriegs entstand das Außenlager Allach bzw. Ludwigsfeld des KZ Dachau, in dem Zwangsarbeiter für BMW untergebracht wurden. Am 29.4.1945 befreiten US-Soldaten das KZ Dachau, tags darauf auch das Lager in Ludwigsfeld. Am 2.5.1997 wurde an der letzten bestehenden Baracke an der Granatstraße eine Gedenktafel für die Opfer enthüllt.
Nach Kriegsende wurden im Lager Ludwigsfeld Displaced Persons (DPs) untergebracht, die in ihre Heimat oder andere Länder gehen sollten.
Auf dem Ostteil des Lagergeländes entstand 1952 für anfangs rund 3.800 Personen die Siedlung Ludwigsfeld, wegen ihrer Straßennamen auch Edelstein-Siedlung genannt.
Nach der Fertigstellung der Siedlung stieg die Einwohnerzahl bis Ende 1961 auf 4285. Heute beträgt die Einwohnerzahl etwa 1600. Ludwigsfeld ist ein multikultureller Stadtteil Münchens.
Lage der Siedlung Ludwigsfeld
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Kommentar
10.10.2008P. W.
Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 10. 10. 08 lehnt die Stadt München eine Aufnahme der Siedlung Ludwigsfeld in das Hilfsprogramm Soziale Stadt ab. Grund: zu wenig Wohngeldempfänger bei Mieten unter drei Euro. Diese kann sich aber schnell ändern !!
02.10.2008Josef Schmid
Der Bund als früherer Eigentümer hat sich über Jahrzehnte nicht um die Bausubstanz der Siedlung gekümmert. Daher dürfen nun die Kosten für die vom Bund unterlassene Modernisierung nicht einseitig auf die Mieter abgewälzt werden. Um die Mietsteigerungen gering zu halten, sollte über eine Förderung durch Bund oder Land nachgedacht werden.